Das Landgestüt Celle liegt im Herzen des Landes Niedersachsen nördlich der Landeshauptstadt Hannover. Die Hauptaufgabe hat sich seit fast drei Jahrhunderten nicht verändert - den Züchtern des Landes genetisch wertvolle Vatertiere für die Zucht zur Verfügung zu stellen!
Die Gründung des Landgestüts Celle und damit der Beginn der hannoverschen Zucht wurde mit Erlass vom 27. Juli 1735 durch Kurfürst Georg II. von Hannover angeordnet. Im Jahr 1735 startete man mit 13 holsteinischen Hengsten. Bereits um das Jahr 1800 standen alljährlich ca. 100 Hengste auf 50 Deckstationen. Die höchsten Bedeckungszahlen verzeichnen die Annalen für das Jahr 1947: Von insgesamt 360 Landbeschälern wurden ca. 35.000 Stuten gedeckt.
Mit dem Rückgang der landwirtschaftlichen Pferdenutzung Anfang der 60er Jahre sank auch der Bedarf an Arbeitspferden. Fortan fokussierte das Celler Landgestüt sich konsequent auf die Zucht von Sportpferden. Mit jährlich 6.500 gedeckten Stuten ist das Landgestüt Celle national und global eine führende Größe.
Die Modernität des Betriebes ist eine Konstante, die sich durch die Geschichte des Betriebes zieht. Bereits in den Gründerjahren wurden durch die Gestüter die Pedigrees systematisch registriert. Dies ermöglichte die Gründung der Hannoverschen Stutbuchgesellschaft im Jahr 1888, dem Vorläufer des Hannoveraner Verbandes. Die ersten öffentlichen Hengstparaden fanden 1908 statt und üben ihre Anziehungskraft seit mehr als 100 Jahren aus.
Vorausschauend war auch die Etablierung des Hengstaufzuchtgestüts Hunnesrück im Jahr 1920, um einen Teil des eigenen Bestandes dort selektieren zu können. 1927 folgte mit der Gründung der Hengstprüfanstalt (HPA) Westercelle der nächste Schritt, 1975 zog man in die moderne Anlage nach Adelheidsdorf um. Das fachlich versierte Team begründet den exzellenten Ruf der HPA, die ein Anlaufpunkt für Hengstbesitzer aus Deutschland und Europa ist.
Die weitreichendste Entscheidung war die Einführung der Biotechnologie, die Ende der 70er Jahre von Celle aus ihren Siegeszug in der Pferdezucht antrat. Heutzutage ist die künstliche Besamung in der Pferdezucht unersetzlich.
„Lebendiges Kulturerbe“ - das „Heute“ kann nur aus starken Wurzeln erwachsen und diese liegen im Niedersächsischen Landgestüt Celle – dem züchterischen Tafelsilber des Landes.


Niedersächsisches Landgestüt Celle
Spörckenstraße 10
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